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Wandern im TV Hilpoltstein

– Wanderreise der TV-Senioren ins „Lahn-Dill-Bergland“ vom 4. bis 7. Mai 2017 –

Diese Tour ist nicht mehr zu toppen….

so sagte eine Teilnehmerin bei der Verabschiedung am Sonntag in Marburg. – Und es stimmt: Der vier-tägige Wanderausflug des TV Hilpoltstein – übrigens der 10. – war wieder ein voller Erfolg – dank guter Vorbereitung der Organisatoren und bester Stimmung in der Gruppe.

Am Donnerstagmorgen starteten 29 Wander- und Kulturfreudige Richtung Norden. Erster Stopp war das malerische Städtchen Herborn am Fuße des Westerwaldes, das uns mit seinem mittelalterlichen Stadtkern, den vielen schmucken Fachwerk- und frisch renovierten Bürgerhäusern begeisterte. Die versierte Stadtführerin erläuterte kompetent und mit Herzblut die Geschichte und die Entwicklung des Städtchens, wo der Pädagoge Comenius wirkte, wo die erste „Hohe Schule“ gegründet wurde und wo heute noch evangelische Theologiestudenten das Städtchen bevölkern.

Nach kurzer Mittagspause fuhren wir zu unserem Zielort BAD ENDBACH, wo wir das kleine Hotel „Heckenmühle“ ganz für uns zur Verfügung hatten: Sehr schöne Zimmer, Hallenbad und Sauna erwarteten uns, super Köche und bester Service – kurz wir fühlten uns dort pudelwohl!

Vor dem Abendessen mussten wir natürlich noch ein Stündchen wandern – nach der langen Autofahrt war das genau richtig – und alle machten mit, von der Jüngsten 62-Jährigen bis zum fast 90-Jährigen Senior der Seniorengruppe!

Am zweiten Tag führte Otto Krauß die Wanderer auf den „Panoramaweg“, der ein kurzes Stück am Aartalsee entlang führte, um dann in die hügelige Wald- und Wiesenlandschaft einzutauchen. Es war eine wunderschöne Tour entlang der Hänge durch Buchenwälder in frischem Grün. Die Natur im Frühlingserwachen und die hügelige Landschaft waren toll – auch wenn es manche noch in den Fingern fror… – Auf dem Rückweg wurde die Marienkirche in Niederweidbach (Wehrkirche aus dem 11. Jhdt.) mit ihrem spätgotischen Altarschrein besichtigt.

Manfred Seitz hatte für diesen Tag für die Kultur-Beflissenen den Ort Dillenburg ausgewählt. Man besuchte das Stadtschloss und das Museum. (Übrigens stammt von hier der berühmte Befreiungskämpfer der Niederlande, Wilhelm von Oranien.) Von dieser Ruine aus hatte man einen herrlichen Ausblick auf das Dilltal und die Stadt. In einem toll gemachten Museum konnten wir uns einen Einblick in die Bodenschätze der Gegend, deren Gewinnung und Verarbeitung verschaffen. Für die Frauen unserer Gruppe war natürlich die dortige Küchenausstellung besonders interessant. In naturgetreuen und lebensgroßen Modellen waren Kochstellen vom Mittelter bis in die neueste Zeit dargestellt.

Am Spätnachmittag genossen beide Gruppen Sauna und Hallenbad, – eine Wohltat nach der langen Wanderung – bevor wir nach dem vorzüglichen Abendessen zum abendlichen Unterhaltungsprogramm übergingen.

Überhaupt das Programm der drei Abende: immer ein Highlight des Tages!

Es begann mit Fotos von früheren Wanderungen, einer hervorragend gestalteten Fotoshow von Herbert Hrubesch, lustigem Text und Video-Clip von Doris Döring am Freitagabend. Adolf Müller mit dem Akkordeon, Fanny Seitz mit der Gitarre, Max Wechsler mit fränkischen Anekdoten, Sketche vorgetragen von Christa Brunner, Maria Morr, Rosemarie Speer, Max, Fanny und Manfred, Solo der Schönheitskönigin…. Sie alle unterhielten – neben gemeinsamen Liedern – die Gruppe, zur Freude aller. Es wurde viel gelacht, aber auch ernstere Themen kamen zur Sprache.

Am zweiten Tag – nach ausgiebigem Frühstück – brachen die Kulturfreunde unter Führung von Manfred zur Exkursion nach Wetzlar auf. Unterwegs gab es noch einen Abstecher zur Burg Hohensolms. Die romantische und top renovierte Höhenburg dient heute der evangelischen Kirche als Jugendbildungsstätte. In Wetzlar bestaunten wir wunderschöne Fachwerkhäuser, erlebten eine lebendige und quirlige Fußgängerzone, bewunderten eine berühmte Brücke über die Lahn. In dem riesigen Dom hatten wir besonderes Glück. Nach der Besichtigung durften wir Jagdhornbläser aus Worms in einem kleinen Konzert genießen. Der Klang in dem Gotteshaus war gewaltig. In der frühen Neuzeit beherbergte Wetzlar das Reichskammergericht, das oberste Gericht in Deutschland. Selbst der alte Goethe hatte an diesem Gericht als „Jungspund“ gearbeitet und sich in dieser Stadt unsterblich in die schöne Charlotte Buff verliebt. Sehr zum Verdruss von Generationen von Gymnasiasten, die seither „Werthers Leiden“ erleiden müssen…

Die „Stiefeltruppe“ folgte dem einheimischen Gästeführer Harald bei herrlichem Sonnenschein bergauf/bergab durch lichten Buchenwald auf die „Schönscheid“ – einem Aussichtsberg mit phantastischem Ausblick. Die Schlüsselblumenwiese erfreute das Auge – wie überhaupt die erwachende Natur eine Augenweide war.

Nach einer kräftigen Stärkung ging es entlang des Gästewaldes ins Quartier zurück, um im Schwimmbad, Sauna, Dampfbad und Ruheraum die müden Beine zu lockern. Fanny und Manfred lockten zur Wassergymnastik mit „Nudeln“ – und das Schwimmbecken war voll!
Ausgeruht, gut gefrühstückt verabschiedeten wir uns vom überaus freundlichen Hotelpersonal und fuhren  in die Universitätsstadt Marburg. In der altehrwürdigen Elisabethkirche mit dem Schrein der heiligen Elisabeth dankten wir in einer Andacht für die Erlebnisse der vergangenen Tage und stimmten zum großartigen Klang der Orgel in das Te Deum ein. Frau und Herr Ordnung, ehemalige und zukünftige Hilpoltsteiner, begleiteten uns durch die historische Altstadt mit zahlreichen schönen Fachwerkbauten.

Der steile Auf- und Abstieg  zum hochgelegenen Landgrafenschloss wurde mit einem grandiosen Rundblick belohnt. Nach schmackhaftem Mittagessen im Gasthaus „Gartenlaube“  und Verabschiedung unserer ortskundigen Führer traten wir die Rückreise an. Wohlbehalten, mit mannigfachen Eindrücken bestückt  trafen die Ausflügler am späten Nachmittag in Hilpoltstein ein.

Fanny Seitz und Otto Krauß

wandern im dunst-freitag


Unsere Heimat mit den Füßen zu erkunden ist eine tolle Erfahrung. Sie wird besonders gern von unseren älteren Mitgliedern angenommen.

Das erlebten hautnah  die durchschnittlich dreißig Teilnehmer/Innen auch bei den im Jahre 2016 durchgeführten  Wanderungen. Sie führten zum Beispiel: an den Brombachsee, entlang des alten Kanals bei Neumarkt, über die Wacholderheide bei Eichstätt, ins Lillachtal und zum Jahresausklang durch den „Lorenzer Reichswald“ um nur einige der monatlichen Ausflüge zu benennen. Neben dem gemeinsamen  Wandern gab es dabei eine Vielzahl von Natur- und Kulturdenkmälern zu bestaunen bzw. zu erleben. Trotz der Naturschönheiten blieb unterwegs genügend Zeit zum zwischenmenschlichen Gedankenaustausch, der abschließend bei einer kräftigen Brotzeit in einem Landgasthof in geselliger Runde fortgesetzt werden konnte.

Unsere Wanderungen finden einmal  pro Monat, jeweils an Samstag-Nachmittagen statt. Die Einladung hierzu erfolgt eine Woche vor dem jeweiligen Termin über beide Tageszeitungen sowie durch Aushang im TV-Schaukasten an der Apothekermauer.

Herzlich willkommen zu unserer nächsten Tour!

Ihr  TV-Wanderwart + Seniorenbeauftragter

Otto Krauß

 

 

 

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